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23.06.2021

Investor Days Thüringen 2021 – wir waren dabei!

Dynamic42 bei den Investordays 2021
Quelle: Mobile Event App

Am 15. und 16. Juni veranstalteten die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) und die bm-t beteiligungsmanagement thüringen gmbh (bm|t) die „Investor Days Thüringen“ (IDT) in Erfurt – aufgrund der Corona-Pandemie im digitalen Format.

Wir waren begeistert, dass Dynamic42 einen der begehrten Vortragsplätze erhielt. Insgesamt 23 Start-Ups und 13 Wachstumsunternehmen präsentierten am 15. Juni ihre Geschäftskonzepte auf der digitalen IDT-Pitch-Stage. Im Vorfeld bewarben sich 67 Projekte aus Deutschland, Österreich, Israel, Italien, Neuseeland, Spanien, Südafrika, Tschechien, Ungarn und Uruguay.

Unsere Geschäftsführer Dr. Martin Raasch und Dr. Knut Rennert stellten in einem fünf-minütigen Pitch in der Kategorie „Wachstumsunternehmen“ die Dynamic42 GmbH vor. Neben den Dynamic42 Organ-on-a-Chip-Modellen und aktuellen Marktzahlen in diesem Gebiet sprachen die beiden über die Ziele des Unternehmens für die kommenden Jahre und skizzierten in der anschließenden Fragerunde die strategische Positionierung der kommenden Jahre.

Am 15. Juni waren wir ebenfalls mit unserem digitalen Messestand in der Innovationsarena vertreten. Hier konnten wir weitere Kontakte mit Investoren und Multiplikatoren knüpfen und sogar die ersten potenziellen Kooperationen anstoßen. Am zweiten Eventtag haben wir uns in einem Round-Table-Format mit Vertretern der lokalen Wirtschaft, Start-up-Szene und Ansprechpartner für Förderinstrumente intensiv austauschen und vernetzen können.

Wir möchten uns bei den Organisatoren der „Investor Days“ für die gelungene Veranstaltung bedanken. Uns hat dieses Event reichlich positives Feedback eingebracht und neue Kontakte zu Investoren ermöglicht.

Über die Investor Days Thüringen 2021

Vom 15. bis zum 16. Juni trafen innovationsgetriebene Start-Ups und Wachstumsunternehmen mit nationalen und internationalen Industrien sowie Investoren zusammen. Im Rahmen dieser Online-Veranstaltung tauschten sich rund 600 Teilnehmende über die neuesten Technologien und Trends aus verschiedenen Branchen aus. Das gesamte Programm wurde live aus der Erfurter Multifunktionsarena übertragen.

17.05.2021

Rückblick: Spannender Austausch auf der 3D Cell Culture Konferenz

3D Cell Culture
Quelle: DECHEMA

Vom 5. bis 7. Mai 2021 fand die Online-Fachkonferenz 3D Cell Culture (3DCC) 2021: Models, Applications & Translation rund um die neuesten Wissenschaftserkenntnisse und aktuellen Modellinnovationen aus den Bereichen synthetische Biologie, Tumorforschung, 3D-Modelle und mikrophysiologische Systeme statt. Wir waren mit am Start!

Das Hauptaugenmerk der Konferenz lag auf der Verbesserung der Medikamentensicherheit, der Modellierung von zahlreichen Krankheitsbildern und der Integration von personalisierter Medizin durch mikrophysiologische Plattformen. Da dies genau unsere Themen sind, beteiligten sich unser Geschäftsführer Martin Raasch und Doktorand Tim Kaden mit zwei Vorträgen und einem ePoster über Leber-on-a-Chip- und Alveolus-on-a-Chip Modellen am wissenschaftlichen Dialog.

Martin Raasch stellte die Etablierung des Dynamic42 Alveolus-on-a-Chip Modells sowie dessen Verwendung für Infektionsstudien in der Session „Innovative Microphysiological Systems“ vor. Vor dem Hintergrund der aktuell andauernden SARS-CoV-2-Pandemie erzeugten die Daten zu Influenza Virus A, Staphylococcus aureus, Aspergillus fumigatus sowie die ersten Untersuchungen zu SARS-CoV-2-Viren reges Interesse vom Publikum.

Tim Kaden präsentierte in der Session „Innovative Microphysiological Systems“ die Ergebnisse seiner Masterarbeit zur Medikamenten-induzierten Leberschädigung durch Paracetamol, Trovafloxacin und Levofloxacin im Lebermodell. Während der Konferenz wurde mehrfach auf die Dringlichkeit hingewiesen, die Medikamentenentwicklung sicherer zu gestalten, um Kosten und Zeit zu sparen und bereits vor präklinischen Studien am Menschen Toxizität aufzudecken. Der Beitrag traf somit den Kern der Konferenz.

Im angeregten Austausch mit zahlreichen Konferenzausstellern aus renommierten Forschungsinstituten, Biotechnologie- und Pharmazieunternehmen sowie der Medikamentenbehörden fanden wir neue Inspirationen für unsere Arbeit an Assayentwicklungen und -modifikationen der Chipsysteme.

Zusammenfassend war die 3DCC eine sehr ansprechende Bühne für die Vorstellung und Diskussion unserer wissenschaftlichen Ergebnisse. Gleichzeitig eröffnete sie uns Einblicke in die faszinierenden Projekte anderer Forschungsgruppen und Unternehmen.

Trotz der derzeitigen Pandemiesituation konnten wir die virtuelle Konferenz als sehr gewinnbringend für uns verbuchen und werden nächstes Jahr mit Sicherheit wieder teilnehmen.

24.04.2021

Internationaler Tag zur Abschaffung von Tierversuchen:

Organ-on-a-Chip-Technologie bietet effiziente und ethisch vertretbare Methode zur Verträglichkeitsprüfung von Lebensmitteln und Medikamenten

Pipetieren in den Biochip

Nach wie vor wird in der Pharma- und Lebensmittelindustrie die Verträglichkeit von Inhaltsstoffen an Tieren getestet. Zum heutigen Welttag zur Abschaffung von Tierversuchen stellen wir die von Dynamic42 entwickelte Organ-on-a-Chip-Technologie vor. Diese bietet mit Biotech-Chips und humanen Organmodellen eine ethische vertretbare Alternative zu den bisherigen Verfahren.

Medikamenten- und Lebensmittelhersteller sind vor der Markteinführung eines Produktes dazu verpflichtet, die enthaltenen Stoffe auf Unbedenklichkeit für den Menschen zu prüfen. Damit verbundene Analysen werden in vielen Fällen noch immer an Tieren vorgenommen.

Die häufigsten Testsubjekte sind Kleinnager, wie Ratten oder Mäuse. In Fütterungsversuchen, die in der Regel 90 Tage andauern, nehmen die Nager die zu untersuchenden Stoffe über das Futter oder Wasser auf. Teilweise werden die Testsubstanzen auch direkt in den Magen gepumpt, wobei Schmerzen für die Tiere wahrscheinlich sind. Die Aussagekraft dieser Versuche ist fraglich, da die Reaktionen und Umwelteinflüsse der Tiere oft nicht mit denen von Menschen übereinstimmen. Hohe bürokratische Hürden und eine kostenintensive Infrastruktur zur Tierhaltung machen die Versuche zudem ökonomisch unattraktiv.

Organ-on-a-Chip als tierfreundliche Alternative

Biochip und Lebensmittel

Die Organ-on-a-Chip-Technologie hingegen bietet eine zeit- und kosteneffiziente Alternative, um Substanztestungen an Tieren zu reduzieren oder langfristig gänzlich zu ersetzen.

Beim Organ-on-a-Chip-Verfahren wird Gewebe von menschlichen Organen im Miniaturformat nachgebildet und auf mikrofluidischen Chip-Systemen kultiviert. Die Chip-Systeme werden dann z. B. für die frühzeitige Überprüfung von Medikamenten oder Lebensmitteln genutzt. Das Organ-on-a-Chip-Verfahren gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn es überzeugt mit:

Unsere Vision

Mit der Erforschung und Verbesserung des Organ-on-a-Chip-Verfahrens möchte Dynamic42 dazu beitragen, neue Medikamente oder Lebensmittelinhaltsstoffe sicherer zu machen und ressourcenschonend sowie ethisch vertretbar zur Marktreife zu führen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Forschung an innovativen Testsystemen und der technologischen Weiterentwicklung der von Dynamic42 entwickelten Biotech-Chips. Diese bieten die Grundlage für das Organ-on-a-Chip-Verfahren, da die menschlichen Organmodelle auf den Chips erstellt werden. Das zunehmende Interesse an solchen Lösungen sowie viele eingehende Anfragen Organ-on-a-Chip-Modelle im Kontext verschiedenster anderer Fragestellungen zu verwenden, zeigt, dass eine Reduktion an Tierversuchen bereits jetzt möglich ist und auch erfolgt.

23.04.2021

Unser Biotech-Labor:

Zwischen Pipette und Mikroskop

Analyse am Mikroskop

Für Dynamic42 ist das Labor der wichtigste Arbeitsplatz. Hier stellen wir unsere Organmodelle her, führen Tests an Lebensmittel- oder Medikamenteninhaltsstoffen durch und entwickeln innovative Ideen zur Verbesserung des Organ-on-a-Chip-Verfahrens. Anlässlich des Welttags des Labors, möchten wir euch einen exklusiven Einblick in unsere Arbeitsstätte geben.

Unser Labor befindet sich im „Bioinstrumentezentrum“ (BIZ) in der Universitätsstadt Jena. Das BIZ ist ein Existenzgründerzentrum, welches für junge Unternehmen der Biotechnologie beste infrastrukturelle Voraussetzungen bietet und sich durch die enge Vernetzung mit Forschungsinstituten auszeichnet.

Aktuell arbeitet unser siebenköpfiges Laborteam (fünf MitarbeiterInnen und zwei Stipendiaten) in einem zentralen Labor des BIZ. Voraussichtlich im Sommer 2021 möchten wir unsere Räumlichkeiten erweitern. Ziel ist es, weitere Labore für unsere Produktion und Auftragsbearbeitung sowie für die Forschung und Entwicklung bereitzustellen.

Der Blick hinter die Kulissen

Wer unser Labor der gentechnischen Sicherheitsstufe S1 betreten möchte, muss sich an strenge Hygiene-Regeln halten. Neben dem Waschen und Desinfizieren der Hände, müssen ein Laborkittel und Laborschuhe angelegt werden. Unsere Laborschuhe sehen so ähnlich aus wie Gartenschuhe, verhindern jedoch zuverlässig Verletzungen durch Fall- und Stoßschäden sowie die Kontamination mit Chemikalien oder anderen Substanzen.

Im Labor angekommen, stechen vor allem die vielen verschiedenen Laborgeräte ins Auge. Neben diversen Zentrifugen, Inkubatoren und Kühlschränken sowie einer Gefriertruhe ist das Labor von Dynamic42 mit Sicherheitswerkbänken, in die Wände integrierten Laborabzügen und einem Säure-Basen-Schrank ausgestattet.

An den Sicherheitswerkbänken präparieren unsere MitarbeiterInnen die Biotech-Chips. Die Werkbänke bestehen aus einem Arbeitstisch und sind durch ein Gehäuse, dass speziell belüftet wird, von der Umgebung abgeschirmt. Sie gewährleisten eine sterile Umgebung, so dass die Chips sauber vorbereitet und zum Testen von Medikamenten, Lebensmitteln oder Schadstoffen zum Einsatz gebracht werden können.

Aggressive Stoffe, wie Säuren oder Laugen, bewahren wir in unserem Säure-Laugen-Schrank auf. Dieser Sicherheitsschrank ist korrosionsbeständig und so konzipiert, dass die Dämpfe, die bei bereits geöffneten Flaschen entstehen, permanent abgesaugt werden, um das Gesundheitsrisiko zu minimieren.

Markant sind auch die in die Wand eingelassenen Laborabzüge, die aus einer brand- und chemikalienbeständigen Arbeitsfläche bestehen und deren Zugang durch eine bewegliche Frontscheibe erfolgt. In geschlossenem/halbgeschlossenem Zustand bietet der Abzug u. a. Sicherheit vor spritzenden Flüssigkeiten, Aerosolen, gefährlichen Gasen, Dämpfen oder unkontrollierten Reaktionen. Das ist wichtig, um die MitarbeiterInnen insbesondere vor Reizungen oder Verätzungen der Atemwege oder anderen Unfällen zu schützen.

Das Herzstück unseres Labors: der Inkubator

Besonders wichtig ist für unsere Arbeit der Inkubator, umgangssprachlich auch Brutschrank genannt, mit dessen Hilfe wir kontrollierte Bedingungen (z. B. Temperatur) für unsere Zellkulturen schaffen. Nach der Präparation der Biotech-Chips und dem Auftragen von Zellen durch Dynamic42-MitarbeiterInnen, werden diese dort bei 37°C gelagert und ihnen Zeit gegeben, um zu wachsen.

Damit es den Zellen in den Bio-Chips gut geht und sie mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sind, gehört der Wechsel von Medium zu unserer täglichen Laborroutine. Hierbei wird das Nährmedium mithilfe einer Pipette aus dem Bio-Chip entfernt und durch neues Medium ersetzt. Bei diesem Prozess können unsere MitarbeiterInnen auch Proben für späterer Untersuchungen entnehmen. Zudem wird der Allgemeinzustand der Zellen täglich überprüft. Ein Prozess der selbstverständlich mit Hilfe eines Instruments erfolgt, das in keinem Biotech-Labor fehlen darf: unser Mikroskop.